Vorbei sind die alten Zeiten, in denen noch Überweisungsträger aus kleinen Zetteln bestanden, die man bei seiner Bank abgeben musste. Okay, es gibt sie immer noch, und es wird immer noch Gebrauch von ihnen gemacht, doch die meisten Menschen nutzen eine schnellere und bequemere Art des Geldtransfers: Onlinebanking. Schon im Jahr 2008 nutzten 24 Millionen Menschen in Deutschland Onlinebanking und die Tendenz ist steigend! Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Missbrauchsfälle mit dem Onlinebanking durch so genannte Phishing-Angriffe, mit der Internet-betrüger gezielt Versuchen an die Zugangsdaten und Tan-Listen der nichts ahnenden Benutzer zu kommen. Doch wie funktioniert eigentlich Onlinebanking und was muss man tun, um selbst seine Finanzen online abzuwickeln?
Mittlerweile bieten alle großen Banken Onlinebanking für ihre Kunden an. Bei der Eröffnung eines Girokontos kann das Onlinebanking, meist als kostenloser Service, mit eingerichtet werden. Man erhält dazu einen eigenen Nutzernamen und ein passendes Nutzerkennwort, mit dem man online auf seine Kontodaten zugreifen kann. Je nach Bank gibt es verschiedene Arten des Onlinebankings. Entweder man muss sich ein spezielles Programm herunterladen, das eine Verbindung zum Server der Bank herstellt, oder man kann sich direkt über die Internetseite der Bank im Browser einloggen. Doch wie sicher ist Onlinebanking im Vergleich zur altehrwürdigen Überweisung und was ist eine Tan-Liste?
Eines vorneweg: Wer seine Überweisungsträger selbst per Hand einschmeisst, der ist immer auf der sichersten Seite, denn hier kann niemand die Daten ausspionieren, geschweige denn etwas damit anfangen. Doch auch die Sicherheitssystem des Onlinebankings werden immer wieder verbessert und durch neue Verfahren der Verschlüsselung auf ein hohes Sicherheitsniveau gebracht. So bekommt der Kunde eine eigene Tan-Liste zugesandt, die er für jede Überweisung und Kontoänderung benötigt. Eine Tan ist eine jeweils sechsstellige Zahlenkombination, die für eine erfolgreiche Überweisung nötig ist. Mittlerweile benutzen alle Banken eine indizierte Tan-Liste, d.h. das jeder Tan eine Positionsnummer zugeordnet ist und das System es verlangt, eine bestimmte Tan zu
verwenden.
Trotz diesen Sicherheitsmaßnahmen und der bequemen Bezahlung über das Onlinebanking, bleibt ein gewisses Restrisiko beim Endverbraucher haften. Wer Onlinebanking benutzt, sollte deshalb immer seine
Bankgeschäfte vom eigenen Computer machen und den PC mit einem Viren- und Spamprogramm vor fremdem Zugriff schützen.
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